Lutz Michaelis
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George Harrison

George Harrison 1974 (Foto: David Hume Kennerly, Lizenz: PD-USGov)George Harrison (*25.02.1943 in Liverpool, England; †29.11.2001 in Los Angeles, Kalifornien, USA) ist eher der "stille Beatle" und stand lange im Schatten von John Lennon und Paul McCartney. Sein innovativer Beitrag bestand in der Verwendung orientalischer Instrumente in Kompositionen der Beatles, was nachfolgend auch Einfluss auf die moderne Popmusik hatte.

Seine ersten musikalischen Schritte unternahm er etwa mit 13 Jahren, als er eine Gitarre geschenkt bekam. Mit dem Erfolg der Rock'n'roll-Musik kam der Wunsch Rockmusiker zu werden. Sein Freund Paul McCartney, mit dem er das Liverpool Institute besuchte, vermittelte ihm den Einstieg in John Lennons Band Quarrymen. Damit war der Kern der späteren Beatles zusammen.

George Harrisons Verdienst war es, indische Elemente, besonders das Sitar-Spielen, in die Popmusik eingeführt zu haben. Hierbei spielte der indische Musiker Ravi Shankar eine entscheidende Rolle. Es entstanden Titel wie "Norwegian Wood" und "Within You Without You". In der Folge konvertierte Harrison Mitte der 1960er-Jahre zum Hinduismus.

Aber auch mit so erfolgreichen Titeln wie "While My Guitar Gently Weeps", "Something" oder "Here Comes The Sun" trug er mit zum Erfolg der Beatles bei.

Konzert in London 1987 (Foto: Steve Mathieson, Lizenz: CC-BY-SA)Nach dem Ende der Beatles startete George Harrison eine erfolgreiche Solokarriere und veröffentlichte mit "All Things Must Pass" das erste 3-fach-Album der Popgeschichte. Es blieb bis heute das erfolgreichste Album eines Ex-Beatles. Sein bekanntester Titel "My Sweet Lord" stellte sich nachträglich laut einem Gerichtsurteil als unbewusstes Plagiat des Stückes "He's So Fine" von The Chiffons heraus. Weitere Alben folgten, mit unterschiedlichem Erfolg.

1971 organisierte George Harrison zusammen mit Ravi Shankar das "Concert for Bangladesh". Es war das erste Benefizkonzert und sprengte bisherige Dimensionen. Unter anderem traten auf: Ringo Starr, Billy Preston, Eric Clapton, Bob Dylan und auch Klaus Voormann. John Lennon sagte kurzfristig einen Gastauftritt ab.

1966 heiratete George Harrison das Fotomodell Pattie Boyd. Die Ehe wurde 1977 geschieden, nachdem sie sich in Eric Clapton verliebt hatte, den sie 1979 heiratete. Der lebenslangen Freundschaft der beiden Männer schadete das aber nicht. Seine zweite Ehe schloss er 1978 mit Olivia Trinidad Arias, die als Sekretärin bei A&M Records arbeitete, wo George Harrison einen Plattenvertrag unterschrieben hatte.

Ab 1988 war George Harrison Mitglied der Gruppe "Traveling Wilburys", die mehr oder weniger durch Zufall entstand und nur wenige Jahre existierte. Es war eine der namhaftesten Supergroups der Popgeschichte. Zu ihr gehörten noch Bob Dylan, Jeff Lynne, Tom Petty und Roy Orbison. Es wurden zwei Alben produziert.

Neben der Musik interessierte sich George Harrison auch für den Film. Er produzierte mit seiner Firma "HandMade Films" mehrere Filme und übernahm auch kleinere Nebenrollen.



Trailer zum Dokumentarfilm "Living In The Material World" © STUDIOCANAL GmbH

Nachdem er 1999 einen Angriff eines Psychopathen schwer verletzt überlebt hatte, verlor er 2001 einen jahrelangen Kampf gegen den Krebs. Er starb in Paul McCartneys Haus in Los Angeles.

Am 29.11.2002 fand in der Royal Albert Hall zu seinem Gedenken das "Concert for George" statt. Freunde und musikalische Weggefährten, wie Paul McCartney, Ringo Starr, Eric Clapton, Jeff Lynne, Klaus Voormann, Billy Preston und Tom Petty traten auf.

Blu-ray - Cover "Living In The Material World" © STUDIOCANAL GmbH2011 erschien der Dokumentarfilm "George Harrison - Living In The Material World". In ihm zeichnet der Regisseur Martin Scorsese, der auch schon mit den Rolling Stones arbeitete, das Leben von George Harrison nach. Mit bisher unveröffentlichten Fotos und Videomaterial, sowie zahlreichen Interviews mit Weggefährten und Freunden des Ex-Beatles, entstand ein sehr persönlicher Film. Dazu passend veröffentlichte seine Frau Olivia Harrison ein Buch gleichen Titels.

In der Ende 2012 erschienenen Sonderausgabe "Die 100 besten Gitarristen aller Zeiten" der Musikzeitschrift "RollingStone" wird George Harrison immerhin auf Platz 11 geführt.

   

Alben

1968: Wonderwall Music
1969: Electronic Sounds
1970: All Things Must Pass
1971: The Concert For Bangla Desh
1973: Living In The Material World
1974: Dark Horse
1975: Extra Texture
1976: The Best Of George Harrison
1976: Thirty Three & 1/3
1979: George Harrison
1981: Somewhere In England
1982: Gone Troppo
1987: Cloud Nine
1988: The Best Of Dark Horse (1976-1988)
1992: Live In Japan
2002: Brainwashed

Postum erschienene Alben und Dokumentationen (Auswahl)

2003: Concert For George (2 CD + 1 DVD Box)
2004: Dark Horse Years 1976-1992 (1 DVD)
2009: Let It Roll - The Music Of George Harrison (Best Of)
2011: George Harrison - Living In The Material World (2 DVD-Dokumentation)
   

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