Lutz Michaelis
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John Lennon

John Lennon 5. Juni 1964 - The Beatles im Niederländischen TV (Foto: Omroepvereniging VARA, Lizenz: CC-BY-SA 3.0-NL)John Winston (Ono) Lennon (*09.10.1940 in Liverpool, England; †08.12.1980 in New York, USA) ist sicherlich einer der einflussreichsten Komponisten aller Zeiten. 2004 wählten ihn z.B. die Leser des Musikmagazins "Q" zur größten Rock'n'roll-Legende aller Zeiten.

Besonders die Musik von Elvis Presley förderte schon in jungen Jahren den Wunsch Rock'n'roll-Musiker zu werden. So gründete er Ende 1956 "The Quarrymen". Ein Jahr später nahm er Paul McCartney und George Harrison in die Gruppe auf. Stuart Sutcliffe und Pete Best komplettierten die Ur-Beatles.

John Lennon (Grafik: Lutz Michaelis, 2009)Während Paul McCartney als braver Schwiegersohn angesehen wurde, war John Lennon der eher Kantige, Schroffe und Unangepasste. Der provokante Rebell begehrte auf, wo er konnte, so auch am 4. November 1963, als die Beatles im Rahmen der jährlichen "Royal Command Performance" im Londoner Prince of Wales Theatre vor dem britischen Königshaus spielten"Für unser letztes Stück möchte ich Sie um Hilfe bitten. Auf den billigen Plätzen: Bitte klatschen. Und Sie dort auf den anderen Plätzen: Rascheln Sie mit ihren Juwelen." 1968 nimmt er mit dem Song "Revolution" aber auch politisch Stellung: "Ja, ich bin für Revolutionen, aber gegen Gewalt."

Mit Paul McCartney bildete er das kreativste und erfolgreichste Komponistenduo der Pop-Geschichte. Ihm werden u.a. so erfolgreiche Titel wie "A Hard Day's Night", "Help!", "Strawberry Fields Forever", und "All You Need Is Love" zugeschrieben. Letzterer, am 25. Juni 1967 per Satellit während der BBC-Fernsehsendung "Our World" weltweit live übertragen und von bis zu 700 Millionen Zuschauern gesehen, wurde zur Friedenshymne einer ganzen Generation.

John Lennon bei der Aufnahme zu "Give Peace A Chance" 1969 (Foto: Roy Kerwood, Lizenz: CC-BY 2.5)1962 heiratete John Lennon Cynthia Powell, die er von der Kunstakademie kannte. Die Ehe wurde 1968 geschieden. Ein Jahr später heiratete er die japanische Avantgarde-Künstlerin Yoko Ono. Unmittelbar daran schlossen sich die legendären "Bed-In's" an, mit denen sie ein Zeichen für den Frieden setzen wollten. In dieser Zeit entstand auch der Song "Give Peace A Chance". Er ist bis heute eine populäre Hymne bei Friedensprotesten.

Für einen Auftritt beim Rock-Festival in Toronto wurde im September 1969 die "Plastic Ono Band" zusammengestellt. Neben John Lennon und Yoko Ono gehörten Alan White, Eric Clapton und Klaus Voormann dazu.

In den Jahren danach folgten zahlreiche weitere Songs. Viele waren sehr politisch und engagierten sich u.a. für Bürgerrechte und gegen den Krieg. Einer seiner bekanntesten Kompositionen ist der Song "Imagine".

Leonard Bernstein sagte einmal: "Lennons Musik wird bestimmt so lange bestehen bleiben wie die Werke von Brahms, Beethoven und Bach."


"Gimme Some Truth Campaign Trailer" (Video embedded: youtube.com)


Nicht zu vergessen ist die Veröffentlichung zweier von ihm illustrierter Sammlungen von Kurzgeschichten: "In His Own Write" (In seiner eigenen Schreibe) 1964 und "A Spaniard In The Works" (Ein Spanier macht noch keinen Sommer) 1965. 1967 übernahm er in dem Antikriegsfilm von Richard Lester "Wie ich den Krieg gewann" eine Nebenrolle.

"Strawberry Fields" im Central Park, New York (Foto: Antonio Zugaldia, Lizenz: CC-BY 2.0)Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon von dem geistig verwirrten Attentäter Mark David Chapman in New York vor dem Dakota Building, in dem er mit Yoko Ono ein Apartment bewohnte, erschossen. 1985 wurde gegenüber im Central Park der ihm gewidmete Bereich "Strawberry Fields" eingerichtet. Noch heute kommen dort jährlich an seinem Todestag spontan Hunderte Fans aus aller Welt zusammen.

Nach dem Tod von John Lennon widmete sich Yoko Ono dem Erhalt und der Verbreitung seines künstlerischen Schaffens. Im Rahmen des Anthology-Projektes der Beatles erschienen 1995/96 die Singles "Free As A Bird" und "Real Love". Die drei noch lebenden Beatles verwendeten dafür Tonbandaufnahmen Lennons aus den 70er Jahren.

Anlässlich des 70. Geburtstages am 09. Oktober und 30. Todestages am 08. Dezember 2010 wurde sein gesamtes Werk neu und digital remastert in verschiedenen Zusammenstellungen veröffentlicht.

   

Alben

1968: Unfinished Music No. 1: Two Virgins
1969: Unfinished Music No. 2: Life With The Lions
1969: The Wedding Album
1969: Live Peace In Toronto
1970: John Lennon / Plastic Ono Band
1971: Imagine
1972: Sometime in New York City
1973: Mind Games
1974: Walls And Bridges
1975: Rock 'n' Roll
1975: Shaved Fish (Best Of)
1980: Double Fantasy

Postum erschienene Alben und Dokumentationen (Auswahl)

1982: The John Lennon Collection (Best Of)
1984: Milk And Honey (unveröffentl. Songs aus den Double Fantasy - Sessions)
1986: Live In New York City
1986: Menlove Ave
         (unveröffentl. Songs aus Mind Games, Walls And Bridges und Rock 'n' Roll)
1990: Lennon (4-CD-Box mit nahezu allen Solo-Songs)
1997: Lennon Legend - The Very Best Of (2003 auch als DVD)
1998: The Lennon Anthology (4-CD-Box)
2004: Acoustic (akustische Versionen)
2005: Working Class Hero - The Definitive Lennon (Best Of)
2005: Imagine (Dokumentation)
2010: Alle 8 Solo-Alben als Einzel-CDs (Digital Remastert)
         Power To The People - The Hits (Best Of, als CD und CD+DVD,
         Digital Remastert)
         Gimme Some Truth (4-CD-Box, Best Of in vier Kategorien, Digital Remastert)
         Double Fantasy - Stripped Down (2 CD, Original + 2010 Version,
         Digital Remastert)
         John Lennon Signature Box (11-CD-Deluxe-Box, Digital Remastert)
2010: LENNONYC (Dokumentation über die letzten 10 Jahre in New York)
   

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