Lutz Michaelis
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Klaus Voormann

Klaus Voormann, Selfportrait 1960 (Foto: © Klaus Voormann)Klaus Voormann (*29.04.1938 in Berlin) ist ein deutscher Musiker, Grafiker und Produzent. Er studierte in Hamburg an der Meisterschule für Gestaltung. Während dieser Zeit lernte er im Kaiserkeller die Beatles kennen. Gemeinsam mit Astrid Kirchherr, die die ersten professionellen Fotos von den Beatles aufnahm, wurde er einer ihrer besten Freunde. Diese Freundschaft hat bis heute gehalten.

1964 zog er nach London und gründete seine erste eigene Band "Paddy, Klaus and Gibson". Ab 1965 spielte er in der Band von Manfred Mann.

Album-Cover "Revolver", Ausschnitt (Foto-Link: myspace/The Beatles)Für das Beatles-Album "Revolver" schuf er 1966 das Cover und erhielt dafür 1967 als erster deutscher Künstler einen Grammy. Durch die Verbindung von Fotoausschnitten mit einer Grafik machte er aus einer Plattenhülle ein Kunstwerk (siehe Abb.). Auch für die Bee Gees entwarf er zwei LP-Cover. Weitere Entwürfe für andere Bands und Künstler folgten.

Klaus Voormann mit Cover-Entwürfen (Foto: © Zorro Film GmbH)Auch nach dem Ende der Beatles war er an zahlreichen Soloprojekten von John Lennon, George Harrison und Ringo Starr beteiligt und spielte den Bass. Das er nicht mit Paul McCartney zusammenarbeitete, hing sicherlich damit zusammen, dass McCartney schon bei den Beatles für den Bass zuständig war. Klaus Voormann, der auch Gründungsmitglied von John Lennons "Plastic Ono Band" war, wirkte an Alben wie "Imagine", "All Things Must Pass" oder "Ringo" mit und war an dem legendären "Concert for Bangla Desh" beteiligt. Aber auch mit anderen Musikern, wie Lou Reed, Carly Simon, Harry Nilsson oder B.B. King arbeitete er zusammen.

1979 ging Klaus Voormann nach Deutschland zurück und betätigte sich ab 1981 als Musikproduzent. Mit der Gruppe Trio produzierte er "Da Da Da", einen der größten Hits der Neuen Deutschen Welle. Er arbeitete u.a. auch mit Marius Müller-Westernhagen und Heinz Rudolf Kunze zusammen.

Klaus Voormann 2005 (Foto: © Suse Walczak)Für die 1995/96 erschienene dreiteilige Beatles-Anthology wurde ihm erneut die Gestaltung des Covers übertragen.

Am 29.11.2002 fand das "Concert for George" für den im November 2001 verstorbenen George Harrison statt, bei dem er zeitweise Bass spielte.

Aber auch sein grafisches Werk hat zwangsläufig viel mit Musik zu tun. Es beschränkt sich nicht nur auf die Gestaltung von Album-Cover, sondern illustriert auch in hervorragender Weise sein musikalisches Leben. Dazu gehören stimmungsvolle Momentaufnahmen aus Beatles-Zeiten, dargestellt mit grafischen Mitteln eines Künstlers, der tatsächlich dabei war. Ausstellungen fanden u.a. in Los Angeles, London, Liverpool, Tokio und Berlin statt.

2003 veröffentlichte Klaus Voormann das Buch "Warum spielst du 'Imagine' nicht auf dem weißen Klavier, John?". In ihm schreibt er über seine Zeit als Musiker und den vielen Begegnungen mit den Größen der Rockmusik. Natürlich geht es, wie der Titel schon sagt, auch um die Beatles. In der Einführung zum Buch schrieb Paul McCartney: "Er ist ein wunderbarer Mensch, ein verrückter Hund, ein leidenschaftlicher Kunst- und Musikliebhaber, ein prächtiger Vater und Ehemann, ein enger Freund und ein totales Arschloch."

Klaus Voormann, Autogrammstunde im Beatles-Museum Halle am 08.11.2009 (Foto: Lutz Michaelis)Anlässlich seines 70. Geburtstages erschien mit etwas Verspätung 2009 die erste eigene CD "Voormann & Friends: A Sideman's Journey", bei deren Produktion mehr als dreißig hervorragende Künstler, wie Paul McCartney, Ringo Starr, Yusuf Islam (Cat Stevens), Joe Walsh, Jim Keltner, Dr. John, Albert Lee und Van Dyke Parks mitwirkten. Gleichzeitig wurde Klaus Voormann, Autogrammstunde im Beatles-Museum Halle am 08.11.2009 (Foto: Lutz Michaelis)eine limitierte Box, bestehend aus der CD mit zwei zusätzlichen Titeln, einem Buch mit Anekdoten, Fotos und Illustrationen, einem handsignierten Kunstdruck und einer Bonus-DVD mit der 70 Minuten Dokumentation "Making of A Sideman's Journey" veröffentlicht. Die Box wurde 2011 für einen Grammy nominiert.

Filmplakat (Foto: © Zorro Film GmbH)Im Sommer 2011 kam der Film "ALL YOU NEED IS KLAUS" von Jörg Bundschuh in die Kinos (auch auf DVD erhältlich). Im Pressetext heißt es dazu: "Eine Zeitreise in die goldenen Jahre des Rock´n´Roll, ein intimer Blick hinter die Kulissen der Popkultur in London, New York und Los Angeles. Eine Geschichte von Freundschaft, Kunst und Musik." Klaus Voormann besuchte die wichtigsten Orte seiner Karriere und traf alte Freunde wie Paul McCartney, Ringo Starr, Olivia Harrison und viele andere. "Auf dieser Reise werden wir eine andere, neue Sicht auf vieles der damaligen Zeit und der Musikindustrie bekommen, denn Klaus Voormann war zugleich Insider und Außenseiter, einer der immer ganz nah dabei war, aber auch einer, der sich nie ganz mit der schillernden Popmusikwelt identifizieren wollte."


Trailer zum Film "ALL YOU NEED IS KLAUS" © Zorro Film GmbH

Gemeinsam mit seiner Frau engagiert sich Klaus Voormann seit 1999 mit seinem Hilfsprojekt "Safe Water is a Human Right (Water is Life) - Lakota Environment & Health Project" für die Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen der Oglala Lakota (Sioux) - Indianer in South Dakota, USA.

 

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